Fenion startet Sanctions Screening für Fonds
Ob ein Fonds sanktionsrelevante Positionen enthält, lässt sich nicht am Fondsnamen ablesen. Die Antwort steckt im Portfolio – auf Ebene einzelner Instrumente und der dahinterstehenden Emittenten. Mit Sanctions Screening für Fonds bietet Fenion diese Prüfung ab sofort als Service auf der eigenen Plattform an.
Bei Fondsinvestments bricht die Prüfkette häufig ab
Für Direktbestände ist das Sanctions Screening in den meisten Häusern etabliert: Wertpapiere und Gegenparteien werden gegen die einschlägigen Listen abgeglichen, Treffer werden dokumentiert und bearbeitet.
Bei Fondsinvestments sieht es anders aus. Der Fonds selbst steht nicht auf einer Sanktionsliste – die darin enthaltenen Titel können es sehr wohl. Wer die Frage trotzdem beantworten will, braucht drei Dinge gleichzeitig: aktuelle Portfoliodaten in ausreichender Tiefe, verlässlich gepflegte Sanktionsdaten und eine Logik, die beides zusammenführt und den Abgleich nachvollziehbar dokumentiert.
Genau an dieser Kombination scheitert es in der Praxis meist. Nicht am Prüfschritt selbst.
Der Aufwand liegt in der Anbindung, nicht in der Prüfung
Die konzeptionelle Arbeit ist überschaubar: Positionen gegen Listen abgleichen. Der Aufwand entsteht davor und danach.
Portfoliodaten liegen in unterschiedlichen Formaten, Ständen und Aggregationsstufen vor. Sanktionsdaten müssen aus einer verlässlichen Quelle bezogen, laufend aktualisiert und auf Identifikatoren gemappt werden, die zu den eigenen Beständen passen. Bei Dachfonds kommt hinzu, dass die relevanten Positionen erst mehrere Ebenen tiefer sichtbar werden. Und für die interne Kontrolle wie für eine spätere Prüfung muss jeder Treffer begründbar bleiben.
Für ein einzelnes Portfolio ist das machbar. Über ein größeres Fondsuniversum hinweg ist es ein Datenmanagement-Projekt.
Was der Service leistet
Fenion stellt Sanctions Screening für Fonds zentral über die bestehende Plattform bereit. Kunden nutzen den Service, ohne eigene Anbindungen an Sanktionsdatenquellen aufzubauen und ohne zusätzliche Systeme zu betreiben:
- Screening auf Basis eines Look-Through – sanktionsrelevante Positionen werden auf Ebene einzelner Instrumente und Emittenten identifiziert, bei Dachfonds über beliebig viele Ebenen.
- Nachvollziehbare Ergebnisse – jeder Treffer wird mit Instrument, Emittent, Listenbezug und Stichtag ausgewiesen.
- Keine eigene Datenanbindung – die benötigten Sanktionsdaten werden zentral bereitgestellt und laufend aktualisiert.
- Einbindung in bestehende Prozesse – Lieferung in Ihre bestehenden Formate und Schnittstellen, abgestimmt auf Ihre Compliance- und Risikoprozesse.
- Audit-sicher – wie alle Fenion-Services ISO 27001 zertifiziert und DORA-konform.
Was 15.000 Fondsportfolios über Alt-Exposure zeigen
Vor dem Rollout haben wir den Service auf ein breites Fondsuniversum angewendet. Die Ergebnisse der Analyse finden Sie am Ende dieses Artikels
Zwei Dinge fallen daran auf.
Erstens: 4,3 % ist keine Randerscheinung. In einem Universum von 15.000 Fonds sind das mehrere hundert Portfolios, in denen mindestens eine Position auffällt – häufig historisch gewachsene Bestände, die aus dem Blick geraten sind.
Zweitens: Das Exposure ist stark konzentriert. Rund 280 eindeutige Instrumente verteilen sich auf etwa 6.000 Positionen. Dieselben Titel tauchen also im Schnitt rund 20-mal im Universum auf. Was auf Ebene des einzelnen Hauses wie ein individueller Sonderfall aussieht, ist marktweit ein wiederkehrendes Muster – und damit genau die Art von Prüfung, die sich zentral deutlich effizienter abbilden lässt als in jedem Haus einzeln.
Datenbasis
Für die Sanktionsdaten arbeitet Fenion mit WM Daten zusammen. Deren Daten sind so in die Fenion-Plattform integriert, dass Kunden das Screening ohne eigene komplexe Datenanbindung nutzen können. Die Zusammenarbeit mit WM Daten besteht seit vielen Jahren und wird mit diesem Anwendungsfall weiter ausgebaut.
„Wir freuen uns sehr, unsere langjährige Zusammenarbeit mit WM Daten weiter auszubauen. Mit unserem Sanctions Screening für Fonds vereinfachen wir für unsere Kunden insbesondere das Datenmanagement und die technische Anbindung relevanter Datenquellen. Die benötigten Informationen können zentral über unsere Plattform bereitgestellt und in bestehende Prozesse integriert werden. Mit WM Daten haben wir dafür einen starken Partner an unserer Seite und freuen uns auf die weitere Intensivierung unserer Zusammenarbeit."
Nikolaus Sernetz
CEO